L70n-Baustelle: Trampelpfade statt Brücke

Schild mit der Aufschrift Geh- und Radweg gesperrt

Die Glückauftrasse bleibt in Niedersprockhövel auf unbestimmte Zeit gesperrt. Das hat uns Straßen.NRW auf Anfrage mitgeteilt. Wir bedauern, dass es von der Behörde keine Prognose geben kann, wann die Brücke über die Landstraße 70n fertig ist. Als Grund nennt Straßen.NRW Probleme bei der Lieferung der Brückenwiderlager. Diese seien bestellt, ein Liefertermin aber nicht zu bekommen. Eigentlich sollte der Weg schon im Frühling nach mehr als einem Jahr wieder befahrbar sein. Die Straßenverwaltung des Landes hat die stille Hoffnung, die Brückenteile könnten im vierten Quartal 2023 geliefert werden.

Wir sehen in der Verzögerung eine nachhaltige Schädigung des Rad- und Fußverkehrs in Sprockhövel. Die Trasse hat nicht nur eine touristische Bedeutung, die beeinträchtigt wird, auch die Mobilität zwischen den Stadtteilen verlagert sich nach unserer Einschätzung auf die Straßen und hin zum Autoverkehr.

Trampelpfad zu ordentlichem Weg herrichten

Sollte sich abzeichnen, dass auch zum Ende des Jahres keine Lieferung in Sicht ist, sollte zum Wohle der Trasse und ihrer zahlreichen Nutzerinnen und Nutzer, ernsthaft über eine andere Lösung gesprochen werden. Diese sollte auch zeitnah, im Winter umgesetzt werden. Wie dringend dies ist, zeigt aus unserer Sicht auch, dass rund um die Sperrung bereits neue Trampelpfade entstanden sind. Einer dieser könnte vielleicht ertüchtigt werden, so eine Überlegung von uns. Wir sehen hier Straßen.NRW in der Pflicht, eine pragmatische Lösung zu erarbeiten. 

Eine Umleitung für die Sperrung ist ausgeschildert. Diese weist aber starke Steigungen, beziehungsweise Gefälle auf. Wir haben zur Umleitung eine interaktive Karte erstellt.